Realschüler erhielten Einblick in Arbeit des Kreisärchäologen

Sechstklässler besuchten neue frühzeitliche Abteilung des Dingolfinger Museums

Eine Exkursion ins Dingolfinger Museum unternahm die Klasse 6e der Realschule Dingolfing vor kurzem mit ihrer Lehrerin Frau Trapp. Dabei durften die Jugendlichen zuerst in den Werkstätten dem Kreisärchäologen Dr. Florian Eibl bei seiner Arbeit über die Schulter schauen, bevor sie die neue frühzeitliche Ausstellung des Museums besuchten.

Dr. Florian Eibl erklärte den interessierten Jugendlichen, dass archäologische Grabungen heutzutage vor allem vor der Erschließung von Neubaugebieten durchgeführt werden und die Funde genau inventarisiert werden. Zudem zeigte er ihnen verschiedene Werkzeuge und Waffen, die in der Frühzeit verwendet wurden. Franz Thalhammer, Mitarbeiter der Kreisarchäologie, erläuterte den Realschülern, wie beschädigte Gegenstände systematisch rekonstruiert und zusammengesetzt werden. Dabei zeigte er auch einige Originalquellen der Linienbandkeramik.

Im Anschluss daran besuchten die Jugendlichen die neue frühgeschichtliche Abteilung des Museums, in der Originalfunde aus dem Landkreis exemplarisch ausgestellt werden. Roswitha Zitzelsberger hatte die Inhalte der Führung  im Museum genau auf das Vorwissen der Jugendlichen über die Stein- und Metallzeit abgestimmt. Anhand eines so genannten „Lebensbildes“ erschlossen die Kinder, wie die „Steinzeitdingolfinger“ vor etwa 6200 Jahren – in der Kupfersteinzeit  – gelebt haben. In dem „Lebensbild“ werden die Erkenntnisse über das Leben im Raum Dingolfing bildhaft so dargestellt, wie sie aus den Grabungen in der Frontenhausener Straße vor einigen Jahren gewonnen werden konnten. Besonders viel  Freude hatten die Kinder abschließend daran, in einer Art „Werkstatt“ Werkzeug aus der Steinzeit selbst auszuprobieren und beispielsweise aus Leder einen kleinen Beutel herzustellen. Die Exkursion hat den Jugendlichen verdeutlicht, dass man durch Grabungen und professionellen Umgang mit den Fundstücken viel über das Leben in früherer Zeit herausfinden kann und man so selbst viel über die eigenen Wurzeln erfahren kann.